Das "Biest" muss hinauf

oder Gedanken zu Gewicht, Wetter und neue Freunde . . .





Die innere Stimme des Zweifelns ob des vorgenommenen Planes gewinnt mitunter merklich an Gewicht und Lautstärke. Wohl wissend, das nach einem „endlosen Hatscher“ in ein Tal hinein an deren Ende noch eine „abschließend zu überwindende Steilstufe“ wartet, sozusagen als wanderbarer Höhepunkt. Die Gedanken tanzen Tango!


Wenn sich die Tragegurte des Rucksacks kraftvoll in Richtung der Schultern „abladen“ und die Hoffnung, nach der nächsten Kehre ein Ende der Plagerei zu erspähen, wenn sich stattdessen ein ernüchterndes „na, bitte net. .“ in deinen Gedanken breit macht, dann, ja dann liegen meist noch ein paar Höhenmeter vor dir.



Ganze zweimal ließ es das Wetter heuer bisher zu, mit Zelt & Co. aufzubrechen. Wahrlich nicht viel, und dennoch mit Ungeduld herbei gesehnt. Und warum diese ganze Plagerei? Das sollte doch auch gemütlicher gehen. Geht es sicher! Aber letztendlich würde dann doch etwas fehlen. Gewichtiger als all die Zweifel und Mühen am Weg zum auserkorenen Ziel sind dann diese glücklichen Momente, wenn man, oben angekommen, sein „Biest“ absetzen kann und sich freut wie ein kleines Kind, es geschafft zu haben. Das Suchen nach einem geeigneten Zeltplatz, etwas versteckt, das Zischen des Gaskochers für einen heißen Schluck Kaffee, das gemütliche hinhocken vor dem Zelt . . . genau das sind die genialen Zutaten für diese kleinen „Mini-Adventures“, die ich über alles schätze.



dicht verhüllt und fast ein wenig mystisch, viel war nicht zu erkennen von der Krugspitze

immer nur ganz kurz konnte ich Stücke des Himmels erahnen.

Vergessen sind dann der Regen, der mich über Stunden treu bis zum Ziel begleitet hat, vergessen ist dann auch der Nebel, der so dick über dem Bergsee im Murtal gelegen ist, dass dieser fast nicht auszumachen war. Alles egal, wenn man einmal oben angekommen ist.

Aber zugegeben, schlechtes Wetter und viel Gewicht „hinten oben“ sind nicht die allerbesten Voraussetzungen.

der Sonnenuntergang fiel komplett aus, dafür aber am nächsten Morgen . . .

. . . vom feinsten (gleicher Gipfel wie im ersten Bidl)


Das es auch anders geht, durfte ich letztes Wochenende erleben. Gemeinsam mit meinem „Profi-Foto-Freund“ Jürgen Weginger (www.weginger-photography.com) verbrachten wir bei bestem (Wander)-Wetter zwei geniale Tage am Berg. Zum Fotografieren war das Wetter -fast- schon wieder zu schön, es fehlten leider etwas die Wolken für eine entsprechende Stimmung am Himmel.


geniale Idee von Jürgen: wenn Wolken gänzlich fehlen, ist ein Panorama die richtige Antwort!

Dafür sind wir aber durch Mond und Milchstraße großzügig entschädigt worden. Ein unglaubliches „Spektakel“ in einer kalten Nacht.


Gegen 23 Uhr ließ sich der Mond pünkltlich blicken. Während wir aber darauf warteten . . .

wurden wir von der Milchstrasse überrascht. Emotional, mein erstes Bild davon.


Und das Gewicht vom „Biest“? Genau in diesen Momenten ist das gar kein Thema mehr und ganz, ganz weit weg. Jetzt zählen nur mehr diese einmaligen Eindrücke . . . und das Zischen des Radlers, mit dem wir uns zuprosten und uns einfach freuen.


wir konzentrierten uns in die genau andere Richtung, und dann musste alles ganz schnell gehen.

PS: ich habe mein „Biest“ bewusst noch nie abgewogen, wohl wissend, dass das Ergebnis wohl jenseits der 20 kg liegt. Mein persönlicher Trick: beim Abstieg ist das „Packerl“ wesentlich leichter, fehlen doch dann die 2 Dosen Radler . . .

Fazit: Kein Höhenmeter und kein noch so steiler Anstieg sind umsonst. Selbst, wenn das Wetter nicht so richtig mitspielt, kommen immer jede Menge tolle Eindrücke und Erinnerungen mit nach Hause. Mit etwas Glück auch ein paar passable Bilder. Und so ist, irgendwie, aus meinem „Biest“ ein treuer Weggefährte geworden. Ich möchte Ihn nicht missen und denke bereits intensiv wieder an neue, gemeinsame Möglichkeiten weiterer „Mini-Adventures“ . . .


Alles Liebe wünscht Euch


Klaus


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